Regenwürmer

Regenwürmer nehmen eine zentrale Aufgabe beim Abbau organischer Substanzen ein. Bei ihren Wanderungen durch die Böden bilden Regenwürmer Tunnel. In diesen hinterlassen sie Schleim und Exkrementen zur Verfestigung, auch "Tapete" genannt, die u.a. den Pflanzen als Dünger dienen.

Durch die lufthaltigen Gänge werden die aeroben Bakterien mit ausreichend Sauerstoff versorgt und abgestorbene Pflanzenteile zersetzen sich leichter. Ebenso nutzen Pflanzen die vertikalen Gänge für ein schnelleres Wurzelwachstum in die Tiefe.

Regenwürmer befördern aus den tieferen Schichten stammende Erde an die Oberfläche und durchmengen somit die unterschiedlichen Bodenschichten. Dies bewirkt eine Auflockerung und Belüftung der Böden. Der Untergrund wird mit Humusstoffen angereichert und Wasser kann leichter in tiefere Schichten gelangen, was wiederum das Pflanzenwachstum begünstigt.

Die Verarbeitung von Kompost mithilfe von Regenwürmern ergibt als Produkt den sogenannten Wurmhumus mit hochkonzentrierten Bestandteilen an pflanzenverfügbaren Nährstoffen.

Der Einsatz künstlicher Dünger beeinflusst die Regenwurmfauna ungünstig.

"Der liebe Gott weiß, wie man fruchtbare Erde macht, und er hat sein Geheimnis den Regenwürmern anvertraut." 

Französische Bauernweisheit

 

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